Move Your Life

Letzte Woche ist Louise Hay im Alter von 90 Jahren gestorben. Das Management des HayHouse-Verlags schrieb liebevoll: „She passed peacefully in her sleep.“ „So von der Welt zu gehen, passt gut zu ihrer Art zu leben“, war mein erster Gedanke. Sie soll es bereits lange so affirmiert haben.

Louise Hay gestorbenIch habe das Gefühl, sie sehr gut zu kennen, obwohl ich ihr persönlich nicht begegnet bin. Die Art und Weise, wie sie das Leben sah, ihre in zahlreichen Büchern, Interviews und Videos darlegte Sichtweise, ihr Humor und ihre persönlichen Anmerkungen, haben mich nachhaltig beeinflusst.

Das erste Mal wurde ich auf Louise aufmerksam, als mir ihr Buch „Heile deinen Körper“ in die Hände fiel. Es war mir vor mehr als 20 Jahren von einer Shiatsu-Kollegin empfohlen worden. Darin war zu lesen, wie Gedanken auf den Körper einwirken können und ich hatte überhaupt keinen Zweifel an der Richtigkeit der Aussagen. Ich las damals viele Studien über den sogenannten „Placebo-Effekt“, den ich total spannend fand. Ihr Buch zeigte eine andere Facette dessen auf: Wenn unsere Gedanken einen Beitrag zur Entstehung von Krankheiten leisten können, dann müssten deren Umkehrung in eine positive Richtung ihn auch gesunden lassen! Das erschien mir einleuchtend, obwohl dies – im Gegensatz zu heute – wissenschaftlich kaum belegt war.

In den Folgejahren kam ich immer wieder in Kontakt mit Louises Büchern und es fühlte sich so an, als hätte ich eine gute Freundin auf eine Tasse Kaffee getroffen und jedes Mal neue, wichtige Gedanken mit auf den Weg bekommen.

Im Jahr 2013 kam ich ihr dann noch ein gutes Stück näher: Mein Mann und ich besuchten die erste „I Can Do IT-Konferenz“ in Deutschland, die in Hamburg stattfand. Sehr viele bekannte Redner hatten sich angesagt, z.B. Neale Donald Walsh (der jeden seiner Zuhörer am Eingang mit Handschlag begrüßte!), Dr. Bruce Lipton, Cheryl Richardson, Vianna Stibal, Kyle Gray und viele andere. Es war hochinteressant und für mich sehr bewegend, den Brückenschlag zwischen Spiritualität und Wissenschaft nachvollziehbar zu erleben.

In einer Pause fiel mit ein Flyer in die Hände: Die Einladung zu einer umfassenden Ausbildung nach Louise Hays Prinzipien in England. Ich war fasziniert. Allein der Preis für die Ausbildung und deren Durchführung in englischer Sprache ließen mich zweifeln – doch ich hatte Blut geleckt. Noch am gleichen Abend zeigte ich meinem Mann das Konzept. Ich sah, wie er in seinem Kopf alles überschlug, dann sagte er: „Mach das doch, wir verbinden das mit einem England-Urlaub.“ Ich: „Ja, aber das ist in englischer Sprache.“ Mein Mann: „Die kann man doch lernen.“ Das tat ich dann … und wie ihr wisst, folgten der Ausbilderin als Trainerin noch zwei weitere als Life- und Business-Coach.

Mein Leben hat seitdem eine neue Wendung genommen – nein, so stimmt das nicht: Erst hab ich mich verändert, im Anschluss dann mein Leben.

Schnell wurde mir klar, dass die Wirkung der Ausbildung verpuffte, würde ich die gelernten Prinzipien nicht täglich anwenden. Ich fühlte mich an den Zustand nach einer Diät erinnert, die zum Wunschgewicht führt, das aber sofort wieder verschwindet, wenn man so futtert wie vorher. Eine Lebensumstellung ist das Einzige, was etwas bringt – Move Your Life als Antriebsfeder 😉

Dieser pragmatische Gedanke half mir, die Grundprinzipien Louise Hays im Alltag zu erproben, immer mehr danach zu leben und mein ganz persönliches Glück zu finden – fern von alten Gedanken- und Verhaltensmustern.

DankbarkeitIhr Wunsch war es, dass so viele wie möglich von den einfach zu lernenden und effektiven Methoden erfahren. Um noch mehr Menschen direkt zu erreichen, bildete sie in den 80er Jahren Patricia Crane (meine Ausbilderin) nach ihren Methoden aus und entwickelte mit ihr den Workshop, den ich heute selbst leiten darf. Wie wunderbar er wirkt und welch positive Energie er freisetzt, darf ich immer wieder erfahren.

Mit Louise – und allen anderen nach ihr ausgebildeten Trainern – teile ich die Vision, dass auf diese Art und Weise immer mehr (Selbst)Liebe entsteht und die Welt ein besserer Ort wird: Jeder, der sein Leben voller Liebe und Lebensfreude lebt, wirkt als „Leuchtturm“ für andere, die ebenfalls ihr Leben ändern und ihrerseits die Welt aufhellen … Ist das nicht ein wundervoller Gedanke? Irgendwann wird den Trumps dieser Welt der Nährboden entzogen worden sein. „You may say I´m a dreamer, but I´m not the only one!“ 🙂 Ich arbeite voller Freude daran, aus diesem Traum Realität werden zu lassen.

Ich bin unendlich dankbar für die positive Betrachtung des Lebens und die neuen Wege, die mir Louises Ideen eröffneten. Gern hätte ich ihr persönlich dafür gedankt, aber das ist gar nicht nötig. Ich kenne ihre Antwort:

„I am a simple lady, with a simple message: Learn to love yourself, change your thinking, change your life. You don´t have to thank me. YOU changed your life. I gave only the tools and you were willing to take them.“

Mein Dank an Louise ist mein regelmäßiger Aufruf an mich und euch:

Move Your Life!

 

Foto: Christopher Boswell/Shutterstock.com

 

2 Kommentare
  1. Rita Trossen
    Rita Trossen sagte:

    Ich finde die obige Aussage sehr gut, da ich Louise Hay auch gerne persönlich kennengelernt hätte. Sie hat mir täglich in meiner Therapie gegen den Krebs geholfen. Ich wuerde gerne die gleiche Ausbildung machen, da ich gerne Menschen helfen möchte und dazu beitragen die Welt besser werden zu lassen

  2. Manuela Luther
    Manuela Luther sagte:

    Liebe Rita, danke, für deinen Beitrag. Ich freue mich sehr, dass dir Louise Hay so geholfen hat. Ich weiß nicht, ob du schon im Internet recherchiert hast, aber wenn du Interesse an einer Ausbildung hast, informiere dich doch einfach hier: http://www.healyourlifetraining.com. Ich selber kann leider nicht ausbilden. Wenn du dennoch weitere Fragen hast, melde dich einfach. Herzliche Grüße, Manuela

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