Diese Woche hatte es mich ganz schön erwischt, Sie auch? Es grassiert ja gerade so ziemlich alles: Grippe, Magen-Darm-Virus, Bronchitis, Angina … Viele Kollegen sind krank. Mein Eindruck ist, dass die Belegschaft nahezu halbiert ist.

Wenn ich als Kind krank war, haben mir meine Mutter oder mein Bruder oft Märchen oder Geschichten an meinem Bett vorgelesen. Und ich fand das herrlich. Am Schönsten war es für mich, wenn alle handelnden Personen mit unterschiedlichen Stimmen gelesen wurden. War das bei Ihnen auch so?

Ich dachte mir, wenn Sie als Erwachsener gerade vergrippt im Bett liegen (so wie meine Freunde Hildegard und Helmut) und Ihnen niemand mehr etwas vorliest, freuen Sie sich vielleicht über eine kleine Geschichte, die ich Ihnen erzähle. Sie heißt: „Das Geheimnis des Schöpfers“:

 

Eines Tages, vor vielen, vielen Monden, rief der Schöpfer alle seine Tiere zusammen. Und er sagte zu ihnen: „Es gibt da etwas, das ich vor den Menschen verstecken möchte. Es ist das Wissen um die Tatsache, dass die Menschen verantwortlich sind für ihre eigenen Lebenserfahrungen. Anders als ihr, meine lieben Tiere, erschaffen sich die Menschen ihre eigene Realität. Dieses Geheimnis muss an einen geheimen Ort versteckt werden, bis die Menschen reif genug sind, es zu verstehen. Ihr müsst mir helfen, diesen Platz zu finden.“

Als erster sprach der Adler: „Schöpfer, gib mir das Geheimnis. Ich fliege zum Mond und verstecke es auf der dunklen Seite. Die Menschen werden es dort niemals finden.“

Der Schöpfer dachte eine Weile darüber nach und sagte dann: „Eines Tages werden die Menschen zum Mond fliegen und dann werden sie es finden.“

Übrigens: Erinnern Sie sich an die ersten Worte, die ein Mensch auf dem Mond gesprochen hat? Es waren die Worte: „Houston, the Eagle has landed (Houston, der Adler ist gelandet)“. Denken Sie mal darüber nach. Sie haben ja Zeit, wo Sie gerade krank im Bett liegen.

Der Lachs sprach als nächster: „Gib mir das Geheimnis und ich werde auf den Grund des tiefsten Sees schwimmen und es unter einem Stein verstecken. Ich verspreche dir, niemand wird es dort finden.“

Der Schöpfer dachte einen Augenblick darüber nach und sagte dann: „Nein, eines Tages werden die Menschen in die Tiefen aller Gewässer vordringen und es dort finden.“

Nun sprach der Büffel: „Bitte gib mir das Geheimnis, Herr, ich bringe es in die einsamste Prärie, an die verlassenste Stelle und dort vergrabe ich es. Niemand wird es jemals finden.“

Der Schöpfer war für eine kurze Zeit in Gedanken versunken und sagte dann: „Nein, eines Tages werden die Menschen einen großen Graben in den Rücken der Erde graben und dann werden sie das Geheimnis finden.“

Der Bär ergriff das Wort: „Gib mir das Geheimnis! Ich bringe es auf die Spitze des höchsten Berges und dort verstecke ich es in eine entlegene Höhle. Ich bin mir ganz sicher, dort findet es kein Mensch.“

Der Schöpfer schüttelte traurig den Kopf: „Nein, Bär, eines Tages werden die Menschen Berge abtragen und dann finden sie das Geheimnis.“

Die alte Großmutter Maulwurf war nun an der Reihe. Immer, wenn sie sprach, wurden alle Tiere ganz ruhig und schwiegen ehrfürchtig. Denn auch wenn Großmutter Maulwurf keine physischen Augen hatte, konnte sie mit ihrem Herzen sehen, weil sie selbst im Herzen von Mutter Erde lebte.

Großmutter Maulwurf sagte: „Herr, leg das Geheimnis in die Herzen der Menschen.“

Und der Schöpfer sagte: „Erledigt!“

 

Ich wünsche uns allen, dass immer mehr Menschen in ihre Herzen schauen und das Geheimnis dort finden: Dass jeder Einzelne verantwortlich ist für seine Lebenserfahrungen, dass jeder von uns seine Realität erschafft. Wenn es uns gelingt, in Frieden mit uns selbst zu sein, mit unseren Familien, Freunden und Menschen, die wir für unsere Feinde halten – dann ist es möglich, ein friedliches Miteinander auf dieser Welt zu erreichen. Alles nimmt seinen Anfang bei uns selbst.

Move Your Life!

 

P.S. … werden Sie schnell wieder gesund!

 

Foto: Rudmer Zwerver/Shutterstock.com

2 Kommentare
  1. Helmut
    Helmut sagte:

    Liebe Manuela,
    vielen Dank für die lieben Worte, die oft mehr bewirken als Medizin. Ich bin auf dem Wege der Besserung. Herzliche Grüße
    Helmut

  2. Manuela Luther
    Manuela Luther sagte:

    Lieber Helmut, das freut mich sehr!!! Weiterhin gute Besserung, liebe Grüße, Manuela

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