Meine drei Männer zuhause begleiten meinen neuen beruflichen Weg „Move Your Life“ mit großer Begeisterung und sie lesen meine Blogs – fast ohne Zwang! 😉 – jede Woche. Yannik, der mit 30 Minuten ältere meiner Zwillingsjungs, gab mir nun ein umfangreiches Feedback zu allen bisher verfassten Artikeln wie Themen, Analyse und Aufbau, Wortwahl, Humor – Fazit: Wunderbare Artikel … aber: „Eigentlich weiß keiner so genau, was das alles mit „Heal Your Life“ oder „Move Your Life“ zu tun hat“. Ob ich den Artikel nicht mal anders aufbauen wolle, nämlich so:

Tatsachen
Hier nennst du, was dich zu diesem Artikel bewegt und weswegen du deine Meinung vertrittst wie sie ist. Was sich im Laufe der Zeit verändert hat, was du magst oder nicht etc.

Move My Life
Hier redest du, wie du aus den Situationen, aus deinem Leben lernen durftest, wie du dein Leben damals geführt hast und wie du es dank Louise Hay heute führen kannst.

Move Your Life
Hier die Schlussworte, dass deine Leser ihr Leben auch verändern können: Move your Life!

Ich fand das überzeugend und dachte mir, vielleicht geht es Ihnen wie Yannik. Daher erfahren Sie heute etwas darüber, wie Louise Hay, zunächst in Buchform und später mit ihrem Weiterbildungsangebot, in mein Leben trat und warum es mir wichtig ist, ihre Philosophie auch Ihnen nahezubringen.

Tatsachen

Ich wurde als jüngstes von drei Kindern 1965 geboren, in eine Zeit also, die wir heute rückblickend mit dem deutschen Wirtschaftswunder verbinden. Acht Jahre zuvor war meine Schwester an einem Silvesterabend im Alter von nur 2 ½ Jahren gestorben, worüber meine Mutter schwere Depressionen bekommen hatte. Mein Bruder, das älteste der drei Kinder meiner Eltern, war zum Zeitpunkt meiner Geburt schon 13. Ich war also das spätgeborene „Nesthäkchen“ und wurde sehr behütet und mit vielen Geboten und Regeln aufgezogen. Mein Vater arbeitete als Polizist im Schichtdienst, meine Mutter als Hausfrau. Sie kümmerte sich um uns Kinder und war in Heimarbeit für ein Strickgeschäft tätig. Beide führten wohl keine sehr glückliche Ehe, sie tranken und stritten viel, fühlten sich jeder vom anderen missverstanden, und wir Kinder waren in allem mittendrin.

Schon als Kind war es mein Wunsch gewesen Krankenschwester zu werden und an der Heilung von Menschen mitzuwirken. Nach dem Abitur begann ich dann jedoch gegen meine langjährige Überzeugung ein Studium im Berliner Verwaltungsdienst. Da Vater, Onkel und Bruder zeitlebens als Beamte tätig und gut versorgt waren, überredete mich die Familie, es ihnen gleich zu tun. Dennoch war ich trotz des für eine Studentin guten Verdienstes vom ersten Tag an unglücklich mit der öffentlichen Verwaltung, den Themen, den Menschen. Erst später wurde ich wenigstens teilweise mit der Berufswahl versöhnt, als ich in einer Vorlesung, schon fast am Ende des Studiums, meinen Mann kennenlernte. Er und unsere Kinder scheinen mir aus heutiger Sicht fast die einzig akzeptable Rechtfertigung zu sein, dass ich einen Beruf ergriff, den ich nicht wollte.

Permanent suchte ich nach Alternativen zu meinem ungeliebten Beruf. Ein halbes Jahr vor meiner Vereidigung zur Beamtin auf Lebenszeit kündigte ich. Ich wechselte in eine kaufmännische Tätigkeit in der „freien Wirtschaft“ (eine neue medizinische Ausbildung konnte ich mir damals nicht vorstellen), bildete mich konsequent weiter und stieg in immer verantwortungsvollere Positionen auf. Gleichzeitig war das Thema „Medizin“ zu meinem größten Hobby geworden. Täglich, wo ich auch war, las ich so viel wie möglich darüber, begann nebenberuflich ein Studium zur Heilpraktikerin, arbeitete abends und an Wochenenden in einer Arztpraxis mit dem Schwerpunkt Drogensubstitution, machte an einer Privatschule für chinesische Medizin eine Shiatsu-Ausbildung und lernte schließlich in einem Hospiz wie Sterbende in ihrem letzten Lebensabschnitt begleitet werden können – immer von dem Wunsch getrieben, mehr zu verstehen – mich zu verstehen – und anderen zu helfen.

Move My Life

Das „kleine blaue Buch“ von Louise Hay, in dem sie beschreibt, wie negative Gedankenmuster Krankheiten begünstigen können, lernte ich in den frühen 90er Jahren kennen und schätzen. Die Idee, dass mein Körper ein manifestierter Ausdruck meiner Gedanken ist, faszinierte mich. Sprichworte wie „Das schlägt mir auf den Magen“, „Mir geht das auf die Nerven“ oder „Das nehme ich mir zu Herzen“ schienen das ebenfalls zu bestätigen. Meine Begeisterung für medizinische Themen ließ mich immer weiter in den Bereich der Psychosomatik vordringen und in meinem eigenen, oft belasteten Leben, erfuhr ich die Wirksamkeit der Arbeit von Louise Hay. Folgerichtig probierte ich die der Krankheit zugrundeliegenden negativen Gedanken in positive umzukehren (Sie haben vielleicht schon den Begriff „Affirmation“ gehört!) und stellte fest, dass es mir sehr oft half zu gesunden – nicht nur körperlich.

Für mich war klar, dass nicht nur der Inhalt der Gedanken maßgeblich für den Erfolg war, sondern auch die Intensität, mit der ich fest an den Erfolg glaubte. Sicher kennen Sie die im Zusammenhang mit Placebos oft genannte Redewendung „Der Glaube kann Berge versetzen“, und so widmete ich mich zunehmend der dahinter verborgenen Kraft. In meiner Shiatsu-Ausbildung hatte ich gelernt, dass im Körper des Menschen neben den Blutbahnen auch Energiebahnen verborgen sind, die sogenannten Meridiane. Sie behandelt man, wenn ein Ungleichgewicht – ob seelisch, geistig oder körperlich – geheilt werden soll. Einige Schüler konnten diese Energie „sehen“ oder fühlen. Ich wollte das auch und nahm an mehreren Seminaren des Heilers Otmar Jenner zur „Spirituellen Medizin“ teil. Diese für mich tiefgreifenden Erfahrungen bewegten mich sehr, und spätestens von diesem Zeitpunkt an teilte ich „Hamlets“ Ansicht: „Es gibt mehr Ding im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt.“ Für mich hatte sich damit auch ein Kreis zu den Annahmen Louise Hays geschlossen.

Louise Hays bekanntestes Buch „You Can Heal Your Life“ fußt auf den Erfahrungen ihrer Krebserkrankung, die sie mit Hilfe ihrer eigenen und anderer alternativer Methoden geheilt haben soll. Ich kann mir das vorstellen, glaube aber nicht, dass dies für alle gilt. Ob wir Heilung erfahren, hängt von unterschiedlichen Dingen und Heilverfahren ab und sollte nicht verallgemeinert werden. Wesentlich scheint mir der Gedanke zu sein, dass es unterschiedliche Qualitäten eines Lebens gibt: „Gewiss ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch das Schicksal nimmt, als wie es ist“, sagte schon Friedrich Wilhelm von Humboldt und meine Erfahrung in der Arbeit mit Menschen gibt dem Recht.

In der deutschen Sprache wird „heal“ sehr schlicht mit „heilen“ übersetzt, was aber zu kurz greift: „Heal“ bedeutet auch „ganz werden“, „heil sein“ im Sinne von „vollständig“ sein. Es bedeutet, dass Sie alle Anteile Ihrer Seele, Ihres Geistes und Ihres Körpers anerkennen und diese in Akzeptanz und Liebe annehmen lernen. Das meint Louise Hay, wenn sie sagt: „You can heal your life – be perfect, whole and complete“ (Du kannst dein Leben heilen – nimm dich an, wie du bist, sei vollständig und vollkommen).

Im Hospiz lernte ich, dass Menschen manchmal erst im Angesicht ihres Todes allen Ballast abwerfen, Fremdbestimmungen, Glaubenssätze und Manipulationen loslassen. Sie finden dann zu sich selbst und nehmen ihr Schicksal an – auch wenn sie nicht mehr gesund werden. Das berührt mich und ich finde es wichtig, dass wir erkennen: Wir können diesen lohnenden Prozess der Selbstversöhnung jederzeit in unserem Leben beginnen.

Move Your Life

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass uns das Lesen von Ratgebern, spirituellen Büchern, Lebenhilfewegweisern allein nicht glücklich macht. Wir können wichtige Einsichten gewinnen – und wir müssen sie erfahren – wenn wir unser Leben wirklich zum Besseren verändern wollen: Probieren, hinfallen, aufstehen, sich lieb haben, wieder probieren ….

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die Arbeit Louise Hays und  meine persönlichen Erfahrungen so vielen Menschen wie möglich bekannt zu machen. Es ist mir wichtig, dass Sie erkennen, dass die Kraft in Ihnen wohnt und Sie lernen können, sich von ihren Lebensumständen unabhängiger zu fühlen. Meine Motivation dafür ist, dass ich jahrelang selbst sehr gefangen war in einem Hamsterrad negativer Überzeugungen, die mein Handeln bestimmten. Ich machte andere Menschen dafür verantwortlich, wenn es in meinem Leben nicht rund lief oder sie sich nicht so verhielten, wie ich annahm, dass es mich glücklich machte. Bis ich gelernt habe, dass der einzige Mensch, den ich wirklich ändern kann, ich selbst bin … und mir damit die Tür aufgeschlossen habe für ein glücklicheres Leben. Ich erkenne heute das Gute in meinem Leben, ich bin unendlich dankbar für die wunderbaren Menschen darin und das weitgehend sorgenfreie Leben, das ich führen darf. Den Weg dahin möchte ich Ihnen auch gern zeigen mit

Move Your Life

 

Foto: fotohunter/shutterstock.com

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