Move Your Life

Am Wochenende kam ich mit einer Freundin zum Thema Hexen ins Gespräch. Sie selbst war auf ihren diversen Reisen in ferne Länder schon in Kontakt mit Menschen, die sich selbst als Hexen und Schamanen bezeichnen. Wirklich spannend!

Mein Mann mutmaßt, dass ich in einem meiner früheren Leben selbst eine Hexe gewesen sein muss – so oft wie ich mich am Backofen, offenen Feuer und sogar am Bügeleisen verbrenne … 😉 Ich will mal nicht hoffen, dass dies subtile Mahnmale an frühere Begegnungen mit dem Scheiterhaufen sind, aber wer weiß das schon?! Grundsätzlich üben Hexen eine große Faszination auf mich aus und ich habe schon viel über sie gelesen.

Als Kind war ich sehr inspiriert von der Fernsehserie „Bezaubernde Jeannie“ und ich erinnere mich, dass ich einmal verkleidet wie sie zum Kinderfasching ging. Oh, so einen Flaschengeist hätte ich für mein Leben gern gehabt!! Eine Zeitlang hatte ich eine grünbauchige Flasche auf dem Fensterbrett zu stehen, mit der ich regelmäßig sprach. In meiner Fantasie wohnte dort Jeannie und erfüllte mir alle meine Wünsche. Irgendwann wurde mir das Spiel dann langweilig, weil sie sich nie blicken ließ. Und auch die Manifestation meiner Wünsche ließ wirklich zu wünschen übrig!

Also wollte ich selbst wie Jeannie sein, verschränkte die Arme vor der Brust und zwinkerte bei jeder Gelegenheit … meine Eltern amüsierten sich königlich und erfüllten sie mir sogar den einen oder anderen Wunsch – ich bevorzuge zu glauben, dass dies ein Indiz für meine magischen Fähigkeiten war!

Viele Ferien in den österreichischen Bergen haben mir den Gedanken an magisches Wissen als etwas Natürliches nahegebracht. Dort war der Glaube an Hexen, Seher, und Weissager fließend zum Kräuterkundigen und Warzenbesprecher. Das Verständnis dafür war absolut selbstverständlich. Niemand hätte sich als „spinnert“ bezeichnet, das war eben so. „Zum Herrn Doktor“ oder „ins Spital“ ging man natürlich auch – aber selten ohne den Beistand der „weisen Frau“, von denen es einige gab.

Ich habe so eine Frau kennenlernen dürfen, Nanerle. Eine ganz alte Frau, die noch in ihren 90er Jahren täglich mit ihrer Viehherde die Alm bestieg und abends wieder von dort zurückkehrte. Sie wirkte auf mich immer wie ein Teil der Bergwelt, ganz eins mit der Natur und ich glaube, das war wesentlich für ihre weise, in sich ruhende Ausstrahlung.

Waren wir im Urlaub in Kärnten, wartete ich jeden Abend auf sie und geduldig beantwortete sie meine Fragen und liebevoll meine Zärtlichkeiten … bis sie eines Sommers nicht mehr da war. Die Ortsbewohner erklärten mir, sie sei Teil der Bergwelt geworden und wohne in jedem Grashalm und in den Wolken. Das schien mir komplett nachvollziehbar.

Nanerle hatte magische Fähigkeiten, kein Zweifel. In ihrer Gegenwart war alles gut. Bei ihr gab es kein Vergleichen, nur ein „Du bist wundervoll, wie der Herrgott dich gemacht hat“. „Schau“, sagte sie z.B., „hier der Enzian ist wunderschön, genauso wie das Edelweiß – und wie du!“ Strahlendes, zahnloses Lächeln – eine Welle von Liebe, die über einen hinwegschwappte.

Nanerle fühlte sich eins mit Gott, den sie als Quelle von allem verstand, also auch von sich selbst. Gab sie Liebe, war sie von Gott inspiriert, der schließlich auch alles liebte.

Ich bin davon überzeugt, dass in jedem von uns Nanerle ist, auch wenn wir uns daran nicht mehr erinnern. Aber denkt doch mal an alte Redewendungen, wie z.B.:

  • Der Glaube kann Berge versetzen!
  • Das musste ja schiefgehen, es war wie eine „Self-Fulfilling Prophecy“…
  • Man verzaubert jemanden … oder zaubert eine Lösung herbei.
  • Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde als eure Schulweisheit sich träumt… usw.

Haben wir nicht auch schon davon gehört, dass Handauflegen hilft, genauso wie Gesundbeten und dass der Placeboeffekt wirkt? Selbst Gute-Nacht-Rituale bei kleinen Kindern sind wirksam und der eine oder andere unter uns trägt einen Schutztalisman bei sich.

Wenn wir heute also an „Hexen“ als Teil einer magischen Elitetruppe denken, mit der wir nichts gemein haben, tun wir uns, so glaube ich, keinen Gefallen. Überlegt doch mal, auch Gedanken, die wir bewusst einsetzen, sind eine Form von Magie. Erinnert ihr euch noch daran, was Affirmationen sind? Ich verlink euch besser noch mal, damit ihr es nachlesen könnt.

Kurzgefasst: Wir wählen bewusst unsere Gedanken, fühlen uns so, als hätten wir schon erreicht, was wir uns wünschen und richten unser Leben danach aus – im vollen Vertrauen darauf, dass es gelingen wird.

Ihr müsst euch also keinen „Nimbus 3000“ zulegen, nicht im nahe gelegenen Park im wehenden Mantel um einen Hexenkessel herumtanzen oder Krötensud abseihen, um eure magischen Fähigkeiten zu initiieren. Wohlbemerkt – nichts davon verurteile ich – aus meiner Sicht ist es aber nicht notwendig, um alltägliche Wunder zu wirken.

Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass es oft am Glauben scheitert und an dem Gedanken, dass wir all das Gute, was wir uns in unserem Leben wünschen, nicht verdienen. Diese Gedanken wirken quasi als Gegenzauber, der unsere Wünsche sabotiert … Wenn wir aber fokussiert bleiben, dann … probiert es selbst! 🙂

Move Your Life!

Foto: by Paul/Shutterstock.com

2 Kommentare
  1. Corina
    Corina sagte:

    Ein wunderbarer Artikel!
    Ich bin auch davon überzeugt, dass Nanerle in vielen von uns tief vergraben steckt und nur darauf wartet, geweckt zu werden.
    Nur schade, dass das Wort Hexe immer noch so negativ belegt ist.
    Meine Affirmation für Februar: Ich verzaubere mich selbst in eine glückliche und zufriedene Kopie von mir und spüre die neue Kraft, die daraus bereits erwächst.

  2. Manuela Luther
    Manuela Luther sagte:

    Liebe Corina, was für eine kraftvolle Affirmation, danke!! Meine lautet: Von überall und allen kommt nur Gutes auf mich zu. Ich verdiene, geliebt zu werden. ❤️

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