Als ich heute Morgen bei meiner Fleischerei anstand, um Hühnchenbrust für das morgige Frikassee zu kaufen, überboten sich die Leute mit ihren Bestellungen. Der Laden platzte fast aus allen Nähten und es wurde gekauft, als würde am 1. Januar der Notstand ausgerufen. Eine Frau blinzelte mir verschwörerisch zu: „Heute können wir ja noch mal sündigen, ab morgen werden Kalorien gezählt“ und orderte fröhlich „noch eine Scheibe mehr“.

Silvester ist für Viele der Anlass über alte Gewohnheiten nachzudenken und zu überlegen, was man vielleicht ändern und neu einführen könnte. „Diät machen“ steht bei vielen an erster Stelle, „das Rauchen aufgeben“, „mehr Sport machen“, „weniger Alkohol trinken“, „gesünder leben“. Das ist alles prima und wenn der Entschluss dazu an Silvester fällt, ist dazu gar nichts zu sagen. Natürlich birgt der Jahreswechsel nicht per se mehr Erfolg in sich als jeder andere beliebige Tag des Jahres auch. Aber der Entschluss für positive Veränderung fällt vielleicht leichter, wenn das Jahr auf „Null“ gestellt wird und man sich symbolisch ebenso noch mal an der Startlinie des Lebens sieht.

Bestimmt haben Sie schon oft erlebt, dass spätestens in der zweiten Januarhälfte die ersten Vorsätze kippen und kleine Ausnahmen das Ende des neuen Vorsatzes einläuten. Nach ein paar Wochen nicken wir uns verständnisvoll zu „Ja, ja, gute Vorsätze, aber so leicht ist das eben alles nicht … der Mann, der Job, die Frau kocht so lecker, die Kinder, die Macht der Gewohnheit …“

Früher ging mir das auch oft so, aber seit einigen Jahren verstehe ich besser, wie man neue Ideen in seinem Leben erfolgreich umsetzt. Grundsätzlich kann ich Ihnen sagen, dass alles, was aus eigenem Antrieb geschieht und Freude macht, fortgeführt wird. Bin ich positiv gestimmt, lese ich etwas über mein Thema, informiere mich, tausche mich mit anderen aus, unternehme etwas, nehme mir Zeit dafür und lasse etwas anderes sein. Wenn ich hingegen etwas in Angriff nehme, weil es „richtig“ ist, weil andere das wollen oder gut finden … dann mache ich das meist nicht lange. Mein Widerstand wächst – und das Thema hat sich erledigt. Sport war für mich immer so ein Ding: Sport „muss“ man machen, gerade in einem sitzenden Beruf. Sport macht schlank, fit, schön. Nur wer Sport treibt, ist erfolgreich. Wenn ich erst schlank bin, dann fängt mein Leben an, darf ich was Ärmelloses tragen usw.“. Ziemlich deprimierend. Es war daher eigentlich eine ganz gesunde Reaktion, dass ich das irgendwann nicht mehr gemacht habe. Wenn ich selbst keinen Sinn sehe, in etwas zu investieren, dann mache ich lieber etwas, das mir mehr Spaß macht. Und da gab es eine ganze Menge 😉

Seit meine Speckrollen bleiben und Rückenschmerzen nicht gehen, ich nach dem fünften Stockwerk (Altbautreppen!!) auf dem Weg zu meiner Gesangslehrerin fast kollabiere und ich mich insgesamt wieder fitter fühlen möchte, habe ich mich in einem Fitnessstudio angemeldet, das vielseitige Angebote bietet, sehr gepflegte Räumlichkeiten und Geräte hat und zudem preisgünstig ist. Die Leute dort sind sehr nett und wir haben alle das gleiche Ziel: gesund und fit zu sein und auch so auszusehen. Ich gehe jetzt regelmäßig zum Sport. Meine Ausdauer verbessert sich mit jedem Training und auch meine Kraft. Ich freue mich, dass ich etwas für mich tue und genieße es sehr, dass es mir jeden Tag besser geht. Jedes Training ist eine Investition in meine Zukunft!

Kommt Ihnen mein Sinneswandel jetzt etwas merkwürdig vor? Muss er nicht. Ich bin tatsächlich davon überzeugt, dass es richtig ist, nun Sport zu machen und freue mich an seinem Nutzen (und auch, wenn mein Muskelkater zwickt, weil ich weiß, ich habe etwas getan). Ich möchte schließlich eine fitte Alte sein, die unternehmungslustig das Leben genießt, das Haus am See, die 100 Enkel spielen Cricket auf dem Rasen – da will ich doch mitspielen! Das geht nur relativ schmerzfrei, vermutlich auch besser ohne Hüftgold und wenn man die nötige Energie dazu hat.

Damit ich am Ball bleibe, habe ich auf die Technik der Affirmation zurückgegriffen, die auch Ihnen hilft, Ihre Ziele besser und dauerhafter zu verwirklichen. Eine Affirmation ist eine positive Aussage, die ein gutes Gefühl in Ihnen hervorruft und Sie damit in die Lage versetzt, Ihren Wunsch dauerhaft umzusetzen. Affirmationen sind sehr persönlich. Etwas, das mich begeistert, kann Sie ganz kalt lassen. Aber es gibt ein paar Prinzipien, die alle guten Affirmationen haben.

  1. Entscheiden Sie genau, was Sie wollen. Seien Sie so konkret wie möglich.
  2. Formulieren Sie in der Gegenwart – so, als wäre Ihr Wunsch bereits erfüllt oder in Arbeit (niemals: „Ich werde mehr Sport machen“ … Ihr Wunsch bleibt damit immer in der Zukunft!).
  3. Benutzen Sie positive Worte, die SIE ansprechen, die IHNEN ein gutes Gefühl vermitteln.
  4. Vertrauen Sie fest darauf, dass Ihr Wunsch sich realisiert. Lassen Sie jede Erwartung an einen konkreten Zeitplan los.
  5. Erfreuen Sie sich an Ihrem Weg zum Ziel. Das Leben ist wunderbar.
  6. Akzeptieren Sie sich, wie Sie sind und sehen Sie Ihren Wunsch als „Sahnehäubchen“ zu Ihrem Leben und nicht als Voraussetzung, damit Sie etwas wert sind.

Machen Sie doch an Neujahr mit Ihren Lieben ein Spiel daraus und formulieren Sie ein paar Ihrer Vorsätze für das Jahr 2016 nach diesen Prinzipien. Das macht Spaß, es hat den positiven Nebeneffekt, dass Sie viel genauer formulieren, was Sie wirklich wollen und es dann auch umsetzen können.

Das Jahr 2015 war ein fantastisches Jahr für mich, es hat sich so viel zum Besseren gewendet und ich bin unendlich dankbar für alles, das ich habe. Ich bin neugierig auf 2016 und freue mich auf viele Möglichkeiten mich auszuprobieren, Begegnungen mit interessanten Menschen, Freude, Begeisterung, Genuss, schöne Stunden mit meinen Lieblingsmenschen – und das alles in besserer Fitness mit schlankerer Taille als bisher 🙂

Möge das neue Jahr Ihnen Liebe, Frieden, Freude, Gesundheit, persönlichen Erfolg und … die Erfüllung Ihrer Vorsätze bringen.

Bis zum nächsten Jahr … Move Your Life.

 

 

Foto:hxdbzxy/Shutterstock.com

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