Move Your Life

Schön, dass ihr wieder da seid, ich freu mich! Wie war euer Sommer? Wart ihr verreist?  Habt ihr zuhause etwas Schönes erlebt? Ich bin gespannt, was ihr zu erzählen habt.

Und ich habe euch auch eine Menge zu berichten. Eigentlich weiß ich gar nicht genau, wo ich beginnen soll. Und am liebsten würde ich auch nichts auslassen, weil alles so toll war. Aber ich beschränke mich am besten auf die absoluten Highlights und fange schon mal kurz vor dem Urlaub an. Denn schon da zeichnete sich ab, dass dieser Sommer sehr besonders werden würde:

Ich bekam Besuch von meiner Freundin Sahar aus Indien, die Freunde in Deutschland und den Niederlanden besuchte. Um mich zu sehen, kam sie mit dem Nachtzug von Aachen nach Berlin gefahren, verbrachte acht intensive Stunden mit mir und meiner Familie und fuhr dann mit dem Nachtbus zurück nach Aachen. Warum diese Anstrengung? Für acht Stunden? Weil sie mich sehen wollte. Und weil ihr eine innere Stimme sagte, dass es wichtig sei. Ich bin noch immer ganz gerührt, fühle mich von Herzen angenommen, geschätzt und geliebt. Vielleicht war das der Grund ihrer Reise, mir deutlich zu machen, dass ich (ihr) wichtig bin. Es hat meine Sicht auf mich verändert.

Kurz danach fuhr ich mit meiner Familie nach England, Übernachtung in Antwerpen, Fährfahrt nach Calais, Weiterfahrt nach Bristol, Glastonbury und London. Glastonbury ist wirklich der Hammer! Diese Stadt hat mehr als nur Hippie-Flair, die Menschen, die dort leben, sind anders, als üblich  – Regenbogenhaare und Aufgeschlossenheit scheinen Pflicht 😉

Geschäfte über Geschäfte mit allem was das Herz – zumindest MEINES – begehrt: Kristalle, Räucherwaren, Kartendecks, Schmuck, Kerzen, Bildergalerien, mystische Artikel einschließlich Hexenbedarf, indische Möbel und, und … Ich habe zwar nichts gekauft, die Reise nicht mit einem Besen fortgesetzt und auch im „Tempel der Göttin“ sah ich nicht in die Zukunft … aber es war dennoch ein Fest der Sinne für mich!!

London, wie immer wundervoll bunt, dann Weiterfahrt nach Kenilworth, wo meine Familie mich für mein Seminar „Managing with Heart and Mind“ absetzte. Meine Freundin Sara wartete schon auf mich. Sie kam aus der Schweiz, um mit mir gemeinsam die Ausbildung zu machen und wir führten tolle, sehr persönliche Gespräche.

Die sich anschließenden viereinhalb Tage waren unglaublich intensiv: 14 Stunden täglicher Einsatz mit maximal zwei Stunden Pause, jeden Abend Hausaufgaben oder Vorbereitung von Präsentationen. Mein Englisch ist gut, aber das hier war eine Nummer größer, weil mir viele Wirtschaftsausdrücke fehlten. Abends fiel ich platt ins Bett. Dass alles so gut klappte und jeder Einzelne seine Talente voll einbringen konnte, lag an den großartigen Business-Trainern Sneha und Sashank und meinen Ausbildern Patricia und Rick, die ein einzigartiges Seminarprogramm für Menschen in Organisationen entwickelten.

Die Zusammenarbeit der Teilnehmer untereinander klappte ebenfalls hervorragend: Acht Menschen aus acht Nationen – alle mit unterschiedlichem beruflichen, kulturellen und persönlichen Hintergrund waren offen für Begegnung und bereit, von- und miteinander zu lernen. Ich bin innerlich derart bereichert von dem Seminar weggefahren, dass die Anstrengung völlig in den Hintergrund trat.

So sollte JEDER Arbeitstag sein . Findet ihr nicht auch? Man leistet oft mehr als gefordert, einfach weil es so viel Freude macht. Ich freue mich jetzt schon darauf mitzuerleben, wie Firmen sich positiv verändern, wenn ihnen das Seminarprogramm erst bekannt ist.

Während des Trainings bekamen wir unerwarteten Besuch von Elise, sie ist eine Freundin von Sara und mir, und ihrem Ehemann, Rob. Sie unterbrachen ihren Urlaub in England, fuhren den ganzen Vormittag – „nur“ um die Mittagspause mit uns zu verbringen – weil sie uns sehen wollten. Ich freue mich immer noch darüber.

Danach kam für meine Familie und mich der Höhepunkt der Reise, wir wussten es nur noch nicht. Wir waren bei meiner Freundin Fiona und ihrem Mann, Don, zu Gast, ebenso wie zwei weitere Freundinnen, Maria und Caroline. Wir Frauen kennen uns gut (müssen allerdings den Kontakt aufgrund der Entfernung auf WhatsApp, Messenger u.a. SocialMedia beschränken), meine Familie war allen unbekannt, Caroline kannte Don nicht.

Und doch: Dieses Wochenende war magisch für uns alle und wirkt noch immer nach. Jeder fühlte sich wohl, angenommen, gemocht – so wie er ist. Eine intensive Herzlichkeit stand über allem, offen, wertschätzend, liebevoll waren alle Gespräche. Wir hörten einander zu und da wo die Worte fehlten, ob in der Sprache oder im Gefühl, half unsere innere Stimme, das „Richtige“ zu tun. Die Fotos, die wir von diesem Wochenende haben, zeigen uns alle als entspannte, glückliche, lachende Menschen. Denke ich daran zurück, beamt es mich aus jeder Stresssituation. Meine Freundin Maria hat kurz nach unserem Wochenende einen Artikel geschrieben, der noch eine tiefere Weisheit unserer gemeinsamen Zeit widergibt. Lest selbst: http://www.chi-ki.link/feeling-loved/ Genauso war es!

Nach unseren Treffen fuhren wir weiter nach Glasgow und machten viele Ausflüge. Wir trafen auch Craig, unseren früheren Englischlehrer, und seine Frau und verbrachten einen tollen Abend zusammen mit Gesprächen, Pubfood und Guinness (hmmmm!!), bevor wir weiter nach London und dann Richtung Berlin fuhren – nicht ohne einen Umweg über Amsterdam zu machen, um die Van Gogh-Ausstellung zu sehen. Sie ist großartig!

Aufgeladen von unseren liebevollen Begegnungen verhielten wir uns entsprechend gegenüber Fremden und viel Freundlichkeit und Wärme kam uns entgegen – auch unerwartete: So sprach uns in London ein Hausbesitzer an, wir sollten einfach auf sein Grundstück fahren und dort parken, um die immens hohen Parkgebühren zu sparen. Wahnsinn, oder?

Welcome back – Ich bin im doppelten Sinn nach Hause gekommen: Einmal in unsere schöne Wohnung und auch in mein seelisches Zuhause. Ich hab zurückgefunden zu meiner inneren Stimme, die mir schon immer sagte, dass es nichts Schöneres gibt, als Menschen ohne Arg und Angst vor Verurteilung zu begegnen. In den letzten Jahren hab ich ihr allerdings oft nicht so richtig zugehört und stattdessen das gemacht, was „alle“ so machen.

Jetzt höre ich wieder genau hin. Meine tiefste Sehnsucht wurde gestillt im Erleben, wie schön es ist zu geben und zu nehmen, zu lieben und geliebt zu werden, sich zu verschenken und Offenheit und Wertschätzung zu erhalten. Das zeigten mir nicht nur meine Freunde, sondern auch völlig fremde Menschen – die das gleiche Bedürfnis haben nach Annahme und wertfreier Zuneigung.

Wir alle haben schon mal so gelebt. Als Kind. Bis man uns das ausgeredet hat und wir glaubten, wir müssten uns hinter Masken verbergen. Das stimmt aber gar nicht! Ohne ist es viel schöner …

Move Your Life!

 

Titelbild: albinoni/Shutterstock.com

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